Verweise
Datenbezüge (10)
Das Geologische Landesamt Hamburg erstellt seit 2004 geologische 3D-Strukturmodelle, die durch die Verknüpfung verschiedenster Datenquellen eine anschauliche und detaillierte Darstellung des geologischen Untergrunds ermöglichen. Mithilfe moderner Software werden so neue Auswertungs- und Anwendungsmöglichkeiten geschaffen, die sowohl Fachleuten als auch fachfremden Personen einen schnellen Zugang zu komplexen geologischen Informationen bieten.
Die Online-Plattform HADES 3D bietet erstmals die Möglichkeit, dreidimensionale geologische Modelle von Hamburgs Untergrund digital zu entdecken.
Das Hamburger Stadtgebiet ist komplett von quartären Sedimenten bedeckt. Die Geologische Karte "Präquartärer Untergrund 1:50.000" stellt den Untergrund Hamburgs ohne die quartären Schichtfolgen dar. Die Mächtigkeit der quartären Ablagerungen der verschiedenen Eiszeitalter reichen von wenigen Metern bis hin zu über 450 Meter in den elsterzeitlichen Rinnen. Diese werden in der Karte "Quartärbasis 1:50.000" dargestellt.
Die Karte "Präquartärer Untergrund 1:50.000" liegt in digitaler Form vor und ist ein Produkt aus dem geologischen 3D-Strukturmodell Hamburg.
Die Quartärbasiskarte liegt als Höhenstufenkarte in digitaler Form vor. Die Karte stellt die Basis der quartären Ablagerungen und damit deren Mächtigkeit dar. Die Mächtigkeit dieser Ablagerungen der verschiedenen Eiszeitalter reichen von wenigen Metern bis hin zu über 450 Meter in den elsterzeitlichen Rinnen. Die unter den quartären Ablagerungen anstehenden tertiären Schichten werden in der Karte ¿Präquartärer Untergrund¿ dargestellt.
Die geologische Karte ¿Quartärbasis 1:50.000¿ ist ein Produkt aus dem geologischen 3D-Strukturmodell Hamburg.
Im Rahmen des Modellaufbaus des geologischen 3D-Strukturmodells für Hamburg wurden Insgesamt 70 vernetzte geologische Profilschnitte erstellt. Sie zeigen den quartären und tertiären geologischen Untergrund Hamburgs bis in eine Tiefe von ca. 500 m.
Die geologischen Profilschnitte liegen in digitaler Form vor.
Die Grundwassergleichen des oberen, tertiären Grundwasserleiters, der Oberen Braunkohlensande, sind als Isolinienkarte (Grundwassergleichen in m NHN des hydrologischen Jahres 2008) in digitaler Form vorhanden.
Die Grundwassergleichen des unteren, tertiären Grundwasserleiters, der Unteren Braunkohlensande, sind als Isolinienkarte (Grundwassergleichen in m NHN des hydrologischen Jahres 2008) in digitaler Form vorhanden.
Die Versalzung der tiefen Grundwasserleiter (chloridisch und sulfatisch) wird tiefendifferenziert in Kartenform dargestellt.
Die Höhenlagen der beiden tertiären Grundwasserleiter Hamburgs mit den Abfolgen des Glimmertons, der Oberen Braunkohlensande, des Hamburger Tons und der Unteren Braunkohlensande sind in 4 Karten als Isolinien- bzw. Höhenstufenkarte in digitaler Form vorhanden. In Verbindung mit dem GIS-bezogenen Infosystem des Bohrarchivs GLA HH sind die verwendeten Bohrungen und Profilschnitte verfügbar.
Das mitteltiefe Strukturmodell des Geologischen Landesamtes Hamburg bildet die geologischen Verhältnisse anhand einer hydrostratigraphischen Gliederung ab und umfasst die wichtigsten tertiären Grundwasserleiter und -hemmer sowie die quartären, elsterzeitlichen Rinnen und deren Füllungen (z. B. Lauenburger Ton, Ablagerungen der Holstein-Warmzeit). Das Modell besteht aus 13 Ebenen, die 9 geologischen Schichten, eine stratigraphische Grenze (Quartärbasis) und Deckgebirgsstörungen abbilden. Die Schichtenfolge ist meist einfach, wobei die Unterkante einer Schicht als Oberkante der darunterliegenden gilt; Rinnenabdeckungen werden jedoch mit Ober- und Unterkante modelliert. Das Modell basiert auf Bohrungsdaten, geologischen und seismischen Profilen und wird mit der Software Aspen SKUA™ | V15 erstellt. Es wird regelmäßig aktualisiert, da ständig neue Daten hinzukommen. Aufgrund der heterogenen Datenbasis und der notwendigen Interpretation kann keine absolute Gewähr für die Richtigkeit der lokalen Angaben übernommen werden. Abweichungen zur tatsächlichen Geologie sind möglich.
Das Tiefe Strukturmodell Hamburg ist Teil des Modells „Tiefer Untergrund Norddeutsches Becken“ (TUNB), welches im Rahmen des TUNB-Projektes durch den Staatlichen Geologischen Dienst von Schleswig-Holstein (LLUR) entwickelt wurde. Es beinhaltet 14 Basisflächen, vom unteren Miozän bis zum Zechstein und zeigt den Untergrund bis in ca. 6000 m Tiefe. Darüber hinaus werden vier Salzstrukturen sowie die daraus resultierenden Deckgebirgsstörungen dargestellt. Als Datengrundlage für das Modell dienten seismische Profile, der Geotektonische Atlas, früher entwickelte 3D-Modelle sowie Tiefenbohrungen, welche im Hamburger Stadtgebiet 401 Bohrungen umfassten. Die Salzstruktur „Meckelfeld“ befindet sich größtenteils auf niedersächsischem Landesgebiet angrenzend an das Hamburger Stadtgebiet.
Für die Darstellungsfreigabe danken wir dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie – Niedersachsen (LBEG).