Verweise
Datenbezüge (2)
ALNUS-Projekt
Im ALNUS-Projekt werden die Bedingungen für eine umweltverträgliche und zugleich wirtschaftliche Folgenutzung von Niedermoorstandorten durch den Anbau der Schwarzerle (Alnus glutinosa [L.] GAERN.) untersucht. Ziel ist die Beschreibung eines Produktionsprogramms für Erlenwertholz bei gleichzeitiger Minimierung umweltschädigender Effekte durch Stoffausträge in die Atmosphäre. Hintergrund des Untersuchungsansatzes ist der sich vollziehende Strukturwandel in der Agrarwirtschaft. Dadurch fallen im norddeutschen Raum viele bisher landwirtschaftlich genutzte Flächen auf Moorstandorten aus der Produktion. Aus ökologischen Gründen ist eine Wiedervernässung dieser Flächen anzustreben, um den weiteren Abbau des Torfkörpers und die damit verbundene Freisetzung von Kohlendioxid zu unterbinden.
In diesem Zusammenhang ist von Interesse, wie die Wuchsleistung der Erlen durch den Wasserhaushalt beeinflusst wird. Dazu sind Daten in 85 Erlenbeständen auf Moorböden erhoben und ausgewertet worden. Unterschiedliche waldbauliche Optionen zur Wertsteigerung der Einzelbäume und des Bestandes sind mit einem Wachstumssimulator modelliert worden. Auf dieser Basis können Aussagen für eine optimale Pflegestrategie getroffen werden.
Im Rahmen des Forschungsprojektes "Holz Cluster Nord" wird derzeit das
Teilprojekt 4000: "Nachhaltige Ressourcennutzung im Kleinprivatwald -
Konzepte für heterogene Besitzstrukturen in den Neuen Bundesländern" bearbeitet
Der Forschungsverbund HCN - HOLZ CLUSTER NORD wird im Rahmen des BMBF - Förderschwerpunktes "Nachhaltige Waldwirtschaft 2004-2008" als einer von insgesamt 24 Projektverbünden in Deutschland gefördert. Die Koordination obliegt der Wismarer Wirtschaftsgemeinschaft.
Ziel des Teilprojektes 4000 ist ein Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Kleinprivatwaldes. Durch Konzeption und Erprobung von innovativen Organisationsmodellen sollen dem heimischen Holzmarkt bisher unzureichend genutzte Rohholzreserven zur Verfügung gestellt werden. Dadurch wird insbesondere den im Zuge der Bodenreform in der DDR entstandenen Kleinststrukturen der Waldparzellen Rechnung tragen.
Methodische Basis der Untersuchungen ist die Einrichtung einer Pilotregion im Raum Südwestmecklenburg. Hier werden Waldbesitzerbefragungen durchgeführt, um Hintergründe zu deren Motivation und Zielstellung im Zusammenhang mit dem privaten Waldbesitz zu beleuchten. In Form von Fallstudien wird darüber hinaus analysiert, welche konkreten Hemmnisse einer nachhaltigen Bewirtschaftung und Holzmobilisierung entgegenstehen.